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FNLY Consulting

Ratgeber

Wenn der Chefzum Engpass wird

In vielen wachsenden Unternehmen läuft jede Entscheidung über die Geschäftsführung. Das war am Anfang richtig. Ab einer gewissen Größe bremst es alle.

Kurz gesagt

Der Chef wird zum Engpass, wenn ein Unternehmen wächst, Entscheidungen aber weiter über die Geschäftsführung laufen. Anzeichen sind wartende Freigaben, viele Rückfragen und ein Unternehmen, das im Urlaub der Inhaber stillsteht. Die Lösung sind klar beschriebene Rollen, Entscheidungsgrenzen und wenige feste Besprechungen.

Woran Sie es merken

  • Sie beantworten täglich Fragen, die andere beantworten könnten
  • Auf Ihrem Tisch liegen Freigaben, die auf Sie warten
  • Ihr Urlaub wird vom Unternehmen mitgeplant
  • Strategische Themen schieben Sie seit Monaten
  • Führungskräfte entscheiden nicht, sondern bereiten Ihre Entscheidung vor
  • Gute Mitarbeiter wirken unterfordert oder gehen

Fünf Schritte zur Entlastung

  1. 01

    Eine Woche mitschreiben

    Notieren Sie jede Entscheidung, die Sie treffen. Sie sehen schnell, welche davon andere treffen könnten.

  2. 02

    Rollen beschreiben

    Für jede Schlüsselrolle: wofür verantwortlich, was darf sie selbst entscheiden, wann muss sie fragen.

  3. 03

    Grenzen festlegen

    Klare Beträge und Fälle, bis zu denen ohne Rücksprache entschieden wird.

  4. 04

    Feste Runden einführen

    Eine kurze wöchentliche Runde statt vieler Einzelabstimmungen.

  5. 05

    Fehler aushalten

    Wer Verantwortung abgibt, akzeptiert, dass andere anders entscheiden. Nachsteuern statt zurücknehmen.

Häufiger Fehler

Verantwortung abgeben, ohne Entscheidungsbefugnis mitzugeben. Dann fragen alle weiter nach, nur über einen Umweg.

Stand:

FAQ

Häufige Fragen

Ab wann wird die Geschäftsführung zum Engpass?

Oft zwischen 15 und 25 Beschäftigten, wenn alle direkt an die Geschäftsführung berichten. Entscheidend ist nicht die Zahl, sondern wie viele Entscheidungen täglich bei Ihnen landen.

Wie gebe ich Verantwortung ab, ohne die Kontrolle zu verlieren?

Mit klaren Grenzen und wenigen Kennzahlen. Sie legen fest, was ohne Sie entschieden wird, und sehen an den Zahlen, ob es funktioniert.

Brauche ich dafür eine zweite Führungsebene?

Nicht immer. Manchmal reichen klar beschriebene Rollen und Entscheidungsgrenzen. Ab etwa 25 Beschäftigten ist eine zweite Ebene meist sinnvoll.

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